Aufgrund seines ausgelebtem Eskapismus eignet sich Wrestling natürlich wunderbar als Videospiel-Vorlage. Die Athleten verfügen über "Special Moves" und ein aufoktroyiertes Image, das in klare Kategorien ("Gut" oder "Böse", "Clean" oder "Dirty") eingeteilt ist, und auch die Kollisionsabfrage ist in sowohl reeller als auch in virtueller Form oftmals zweifelhaft. Doch dazu später mehr.
Auch THQs neustes Update geizt nicht mit einer stattlichen Kämpferriege. Neben aktuellen Smackdown- und Raw-Stars, sind das erste Mal auch die Hardcore-Haudegen der ECW am Start. Diese Jungs sind auf extreme Aktionen spezialisiert und selten ohne improvisierte Waffe anzutreffen.Ebenfalls neu sind die acht verschiedenen Superstar-Kampfstile, von denen jeder Wrestler zwei zur Wahl hat. Sie unterscheiden sich nicht nur in Move-Repertoire und Fähigkeiten, sondern bieten auch einzigartige Spezial-Aktionen.
Als Powerhouse könnt Ihr zum Beispiel einen Rampage-Modus aktivieren, in dem kurzzeitig keine Eurer Aktionen gekontert werden kann. Die agilen High Flyer dagegen stellen sich K.O. und überraschen den nun unvorsichtigen Gegner mit einem Possum Pin. Zoom in'' Screenshot 1
Schau mal, meine Mutti sitzt im Publikum
Die Spezial-Aktionen geben den lebenden Muskelbergen mehr Profil und verlangen zum Teil auch unterschiedliche Strategien. Somit ergeben sich interessante Konstellationen, wenn etwa ein sehr technischer Wrestler auf einen sich durch rohe Gewalt auszeichnenden Kontrahenten trifft. Nicht unwichtig ist auch die generelle Orientierung Eures Muskelpakets. Hat er ein sauberes Image, bringt er das Publikum mit spektakulären Manövern und passendem Gepose hinter sich. Schurken-Charaktere hingegen füllen ihre Schwung-Leiste mit unfairen Aktionen, wie zum Beispiel einem herzhaften Tritt in die Weichteile des Opponenten.
Egal ob Outlaw oder People's Champions - im Exibition-Modus könnt Ihr von einem reichhaltigen Tisch voller Matchvarianten wählen. Hier ist wirklich wieder für jeden Geschmack etwas dabei. Dazu gehören neben einem Standard- beziehungsweise Tag Team-Match, Battle Royale und der legendären Royale Rumble, auch abenteuerliche Sonderformen wie "Buried Alive" (werft den Gegner in einen Sarg), Hell in a Cell (in einem Stahlkäfig) oder das neu hinzugekommene Extreme Hardcore Match, das Euch vorher die Wahl von diversen Meinungsverstärkern erlaubt. Zoom in'' Screenshot 2
Fallbeispiel
Mein persönlicher Favorit ist aber das TLC-Match. Die Abkürzung steht dabei für "Tables, Ladders and Chairs" - und mal ehrlich, was gibt es Schöneres, als die Konkurrenz mit einem saftigen Legdrop von der Leiterspitze durch einen Holztisch krachen zu lassen? Solche Aktionen sind allerdings zunächst nicht einfach auszuführen. Gerade Anfänger brauchen erst einmal eine Weile, um sich in die komplexe Steuerung, bei der nahezu jeder Button mehrfach belegt ist, einzuarbeiten.
WWE 2008 verfügt wieder über das vom Vorgänger eingeführte "Total Control"-System, sämtliche Würfe und Griffe werden somit ausschließlich über den rechten Analogstick ausgeführt. Die in der 07er-Auflage noch angebotene Option, das Spiel wie in alten Zeiten mit dem Digipad zu spielen, hat nun endgültig ausgedient. Hat man das Kontrollschema verinnerlicht, ist er erste Schritt zum Ruhm im Ring getan. Fortgeschrittene feilen derweil noch an Konteraktionen und Aufgabegriffen, bei denen Ihr zum ersten Mal selber bestimmen dürft, wie viel Druck Ihr aufwendet.
Auseinandersetzungen von zwei geübten Spielern ähneln stark einer echten Wrestling-Übertragung im TV. Die Kämpfe sind dynamisch, wendungsreich und spannend. Nur wer stets seine Schwung- und Ausdauerleiste im Auge behält und sich die Matches dementsprechend einteilt, wird am Ende triumphieren. Werbung
Leider trüben einige Schludrigkeiten das Vergnügen. Die alten Mankos der Vorgänger, namentlich die bereits erwähnte Kollisionsabfrage und eine etwas "eckige Steuerung", wurden auch heuer nicht abgestellt. Manche Aktionen verfehlen den Gegner, obwohl dies nach den Gesetzen der Physik (und die gelten trotz allem auch beim Wrestling) eigentlich nicht hätte möglich sein können. Andererseits kann es aber auch vorkommen, dass genau das Gegenteil eintritt. Zudem reagieren die sonst so agilen Showmänner manchmal nur schwerfällig auf Steuerungskommandos.
Herzstück von WWE 2008 ist zweifelsohne der 24/7-Modus. Wie der Name schon sagt, schlüpft Ihr hier rund um die Uhr in die Haut eines aufstrebenden Nachwuchs-Athleten. Jeder Tag kann nach Euren Vorstellungen geplant werden. Gebt Autogrammstunden, um Eure Popularität zu mehren, nehmt Interview-Training, um vor dem Fernsehkameras eine gute Figur abzugeben, oder trainiert in Sparringskämpfen.
Wer gewissenhaft an seiner Karriere arbeitet, bekommt schon bald die ersten großen Events und verdient ein schönes Sümmchen Kohle, das im WWE-Shop ausgegeben werden kann. Etwa um neue Movesets oder legendäre Szenegrößen wie The Rock oder Mick Foley freizuschalten. Der 24/7-Modus ist eine gelungene Neukreation des zuvor doch recht statischen Karriere-Modus und fesselt auch langfristig ans Pad. Zieht Ihr lieber im Hintergrund die Fäden, dürft Ihr sogar als Manager antreten. Zoom in'' Screenshot 3
Schulterschluss.
Freunde des kreativen Schöpfens dürfen in WWE 2008 richtig zuschlagen. Neben dem Erstellen eines eigenen Schaukampf-Gladiators, lassen sich sämtliche Moves des neu kreierten Kämpen frei konfigurieren und an den gewünschten Stil anpassen. Jede Möglichkeit wird dabei im Editor sogleich vorgeführt. Vorbildlich! Und was wäre ein echter Wrestler ohne opulenten Auftritt? Selbst diesen könnt Ihr selbst zusammenbasteln.
Abseits der Xbox 360 Variante haben wir auch die Wii-Version unter die Lupe genommen, die aber leider einen weniger guten Eindruck hinterlässt. Und das zeigt sich schon vor dem ersten Kampf. Viele Spielmodi und Matcharten haben es nicht auf Nintendos Konsole geschafft, der motivierende 24/7-Modus fehlt zum Beispiel komplett. Generell macht sich das Gefühl breit, eine Art Diät-Version von Smackdown vs. Raw in den Händen zu halten. Alles wurde etwas simpler aufbereitet, und wenn die wandelnde Testosteronspritze in den Menüs plötzlich eine Mii-Visage trägt, wirkt das doch etwas befremdlich, um nicht zu sagen, völlig deplaziert. Was man von der an die Wii angepasste Steuerung zum Glück nicht sagen kann. Zoom in'' Screenshot 4
So sehen Sieger aus.
Nahezu alle entscheidenden Aktionen lassen sich mit Nunchuck und Wiimote ausführen - Schläge, Griffe, Taunts und mehr. Das Ganze erfordert eine gewisse Einarbeitungszeit - besonders, wenn man wie ich noch das originale Kontrollschema verinnerlicht hat ,- führt aber danach zu akzeptablen Ergebnissen. Allerdings spielen sich die Kämpfe auf Wii deutlich arcadelastiger und fallen in der Regel um einiges kürzer aus. Ein Tribut an das ständige, schweißtreibende Controller-Gerüttel? Wer weiß.
ich habe mir in durch gelesen und habe selbst erfahrung mit dem game...also ich hättre es so ind er art geschrieben,natürlich nicht so perfckt aber schon so in der Art...soll ich es wieder rausnehmen Batista?
also ich und mein Freun haben auf seiner Homepage ein Gametest zu Frontlines Fuel of War gemacht aber als Video mit kommentaren und so wärend man spielauschnitte sieht ich habe kein plan ob ich den link dazu hier posten darf???
Zitat von F-U Johnich hab es für die ps2 und is der hamma ziemlich real also find ich!!!
hey kannst du mir vielleicht sagen ob mann bei SvR 08 auch um titel kämpfen kann im normalen kampf modus...das mann halt so einfach champion is auserhalb des story modus.....
Ja man kann jederzeit ein Titelmatch spielen.Nicht nur in dem Story Modus. Aber mal ne kleine Frage warum diskutiert ihr über das alte Game wenn in 24 Tagen das neue rauskommt? Das neue wird 100%ig viel viel genialer.